Informationen zu SAP Produkten 

(Bild: SAP Logo / © SAP) SAP vertreibt im Wesentlichen folgende Produkte, wobei die Vergabe der Lizenzen von SAP Deutschland zentral verwaltet wird: SAP R/3, SAP ERP, SAP Business Suite

Es handelt sich dabei um User-Lizenzen. Erworben werden typischerweise Lizenzen mit einem separaten Wartungsvertrag. Je nach Umsatzgröße wurden die Lizenzen über SAP Systemhäuser oder direkt bei SAP erworben. Inzwischen existiert eine alternative Einkaufsquelle, damit Anwender die SAP Lizenzen günstiger einkaufen können. Einzig Susensoftware hat sich vor ca. 10 Jahren mit dem Handel von gebrauchten SAP Lizenzen begonnen.

Ein typisches Lizenzpaket besteht aus folgenden Bestandteilen
  • Arbeitsplätze für eine bestimmte Anzahl von Usern
  • Datenbanken in Abhängigkeit des SAP-Lizenzwertes (11% für Oracle, 8% für MicrosoftSQL)
  • Wartungskosten (11 bis 17%, neuerdings bis 22%)
Die Lizenzierungsmodell für SAP R/3 und SAP ERP bzw. SAP Business Suite richtet sich nach den Mitarbeitern der Kunden, die als "Definierte Nutzer" lizenziert werden. Als "Definierter Nuzter gilt ein Mitarbeiter des Auftraggebers, der berechtigt ist, auf die Software zuzugreifen. Je nach Art des Software-Gebrauchs werden unterschiedliche User unterschieden.

Das SAP-Lizenzmodell


Die Lizenzierung für mySAP ERP folgt dem auch für andere SAP-Produkte gültigen Preismodell. Dieses richtet sich im Wesentlichen nach den Mitarbeitern des Kunden, die als "Definierte Nutzer" lizenziert werden, außerdem nach "Externen Community-Mitgliedern" und nach "Engines". Als Definierter Nutzer gilt ein Mitarbeiter des Auftraggebers und seiner Konzernunternehmen oder aber ein Mitarbeiter eines Drittunternehmens, der berechtigt ist, auf die Software zuzugreifen.

Je nach Art des Software-Gebrauchs unterscheiden wir hier die folgenden Gruppen:

  • Developer-Nutzer setzen SAP NetWeaver ein, um bestehende Anwendungen zu verändern, eigene Anwendungen zu entwickeln oder Anwendungen neu in das System einzubinden und zu verwalten.
  • Professional-Nutzer erledigen mit Hilfe der SAP-Software operative Aufgaben.
  • Limited-Professional-Nutzer sind Mitarbeiter von Drittunternehmen, die mit der lizenzierten Software ebenfalls operative Tätigkeiten ausführen. Deren Umfang darf allerdings bestimmte Grenzen nicht überschreiten.
  • Employee-Nutzer haben ausschließlich Zugriff auf Self-Services, wie etwa die softwaregestützte Planung von Geschäftsreisen oder die Bestellung von Materialien für die eigene Nutzung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von SAP.

Die Umschreibung von "stillen" Lizenzen auf einen neuen Besitzer ist möglich. Wir unterstützen und begleiten Sie bei der Lizenzübertragung. Hier gibts weitere Infos zum Kauf ohne Risiko.

Alle Abweichungen von den oben geschilderten Produkten und Lizenzen, z.B. engines oder ähnliches, sind nicht oder nur in Ausnahmefällen handelbar. Mit unserer Checkliste steht Ihnen ein zusätzliches Hilfsmittel zur Verfügung, Ihren Bestand zu überprüfen. Falls Sie hierzu weitere Fragen haben, rufen Sie uns einfach an.

Informationen seitens SAP


Die Vergabe von Lizenzen wird in Deutschland über SAP Deutschland zentral verwaltet. Die Umschreibung von Lizenzen auf einen neuen Besitzer ist unter Beteiligung eines Systemhauses und/oder SAP Deutschland möglich. susensoftware unterstützt die Lizenznehmer bei der Suche nach einem geeigneten Systemhaus.

Susensoftware ist es möglich, Lizenzübertragungen durchzuführen bzw. zu begleiten, weil unsere Firma bei der Übertragung oft mit dem Lizenzgeber und verschiedenen Systemhäusern zusammenarbeitet. Der Abschluß eines Wartungsvertrages bei der SAP / SAP Systemhaus erleichtert die Lizenzübertragung. Auch eine Drittwartung ist für gebrauchte Software möglich. Weitere Infos unter www.drittwartung.de

Susensoftware ist es möglich, solche Umschreibungen zu begleiten, weil wir durch die vergangenen Lizenzübertragungen die entsprechenden Prozesse beim Lizenzgeber und bei den Systemhäusern kennen.

Die SAP hat uns im September 2003 über die übliche Vorgehensweise bei der Übertragung von gebrauchten Softwarelizenzen informiert. Rufen Sie uns unter +49 (0)2406 98 96 290 an oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@susensoftware.de und wir schicken Ihnen das Dokument elektronisch zu.

Migrieren

Sie möchten Ihr System migrieren?


Bei der Migration von SAP-Software stellen sich für Sie meist drei Fragebereiche:
  • Möchte ich das bisherige System weiterführen? Was geschieht dann mit der Wartung des Systems, wenn SAP diese nicht fortführt?
  • Möchte ich nur den Vertrag ändern, aber die bisherige SAP-Software nutzen?
  • Möchte ich sowohl die Software als auch den Vertrag ändern?

Die Migration ist ein sehr komplexer Prozess, der oft nicht allein bewältigt werden kann. Neben wirtschaftlichen Aspekten stehen am Anfang zunächst administrative Prozesse wie die Vertragsgestaltung im Vordergrund.

Mit unserer Dienstleistung "Vertragsoptimierung" prüfen wir Ihre bestehenden SAP Verträge und aktuellen Angebote. Ziel ist eine Optimierung des Nutzungsgrades. Insbesondere bei Migrationsangeboten sind Einsparpotentiale von bis zu 30 % durch entsprechende Analyse und Beratung vor Vertragsabschluss möglich. Nicht nur die einmaligen Investitionen, sondern auch die laufenden Wartungskosten können dadurch erheblich reduziert werden. Für Sie beinhaltet dies kein Risiko, denn wir werden erfolgsabhängig entlohnt. Erst, wenn Sie verdienen, tun wir dies auch. Neben der Kostenersparnis ergeben sich für Sie aber auch strategische Vorteile, denn eine gut geplante Umstellung der Infrastruktur legt den Grundstein für eine Produktivitätseffizienz im IT-Sektor Ihres Unternehmens.

Auch im Hinblick der R/3-Wartung, haben wir ein Modell entwickelt, dass unseren Kunden Einsparpotentiale ermöglicht. Entgegen der Forderung von SAP, demnächst 21 % (also 17 plus 4 %) für die Wartung älterer Lizenzen zu berechnen, wollen wir deshalb die R/3-Wartung für 13 % anbieten, daher auch der Arbeitstitel "17minus4". Nach dem Motto "Never change a running system" haben unsere Kunden oft kein Interesse, das laufende R/3-System auszuwechseln, deshalb bieten wir durch unseren Partner eine Wartungslösung für diese Systeme an. Wir unterstützen Sie gern.

Weiterführende Links

Migration von R/3 auf mySAP

Das ERP-Paket SAP R/3 hat seit seiner Einführung 1992 in zahlreichen Unternehmen weltweit Einzug gehalten. SAP hat seitdem das Produkt sukzessive weiter entwickelt, mit der Folge, dass immer mehr unterschiedliche R/3 Versionen vorgehalten und von SAP supportet werden mussten. Zur Bereinigung des ausufernden Produktportfolios begann SAP Anfang 2002, starken "Migrations-Druck" auf seine Kunden auszuüben. Um die Anwender zum möglichst schnellen Wechsel zur neuen ERP-Umgebung mySAP zu bewegen, kündigte der Walldorfer Software-Konzern zuerst an, dass der reguläre Support für R/3 4.6C Ende 2006 eingestellt wird. Für alle früheren Versionen wurde dieses Datum auf Ende 2004 gelegt. Da zudem die Listenpreise und Wartungskosten angehoben wurden, war das Resultat eine Welle von scharfer Kritik seitens Anwenderverbänden und Fachmedien.

Migrations-Druck trotz verlängertem Support

Als Reaktion auf die Proteste stellte SAP im Rahmen der CeBIT 2004 ein neues Wartungskostenmodell vor, welches den Anwendern gegen einen Aufpreis von zwei bis vier Prozent drei zusätzliche Jahre Produktunterstützung gewährt (siehe Abb. 1). Der unmittelbare Entscheidungsdruck wurde durch die verlängerten Fristen zwar abgeschwächt, aber nicht ausgeschaltet: SAP rechnet migrationswilligen R/3-Anwendern derzeit noch 65 Prozent ihres bestehenden Vertragsvolumens auf einen neuen mySAP-Vertrag an. Allerdings ist dieser Betrag nicht festgeschrieben und in den letzten zwei bis drei Jahren bereits deutlich gefallen - bis Ende 2001 lag er noch bei 100 Prozent. Grund genug also, die lizenzrechtlichen Rahmenbedingungen einer möglichen Migration zu beleuchten.


Abb. 1: SAP gewährt gegen Aufpreis drei zusätzliche Jahre Extended Maintenance(Quelle: SAP)Abb. 1: SAP gewährt gegen Aufpreis drei zusätzliche Jahre "Extended Maintenance"
(Quelle: SAP)


Bei der Migration ist es von zentraler Bedeutung, welchen Vertrag der Anwender bereits hat. Grundsätzlich hängen die Lizenzgebühren nach wie vor von der Anzahl der User und deren Klassifikationen (z.B. als "Developer" oder "Employee") ab. Die mit mySAP für alle User-Kategorien gestiegenen Listenpreise erklären sich dabei durch eine deutliche größere Funktionsvielfalt der standardmäßig enthaltenen Anwendungen. Es gilt sorgfältig zu prüfen, welche Anwendungen im Einzelfall tatsächlich benötigt werden.

R/3 Enterprise: Interessante Übergangslösung

Für Anwender, die lediglich die grundlegenden ERP-Funktionen benötigen, bietet sich mit der letzten R/3-Version 4.7, auch bekannt als "SAP Enterprise", eine attraktive Alternative. Dieses Release hat sich durch die Kombination von Laufstabilität und Implementierung neuer Technologien wie dem Web Application Server 6.20 bewährt. Lizenzrechtlich ist es möglich, 4.7 sowohl durch Upgrade von einer bestehenden R/3-Lizenz als auch durch den Neukauf einer mySAP-Lizenz zu erwerben.

Für SAP-Neukunden entfällt die Auswahl, da inzwischen keine neuen R/3-Verträge mehr ausgegeben werden. Unter Umständen kann es trotzdem sinnvoll sein, als Neukunde zunächst mit mySAP-Lizenz zum bewährten "Enterprise" anstatt direkt zur komplexen mySAP-Lösung zu greifen: Version 4.7 wird von SAP bis 2012 unterstützt. Dies ist vor allem bei einem gut funktionierenden und somit häufig nicht gravierend änderungsbedürftigem Backend eine interessante Option.

Abb. 2: Funktionen verteilt auf Versionen(Quelle: SAP)Abb. 2: Funktionen verteilt auf Versionen
(Quelle: SAP)


mySAP - moderne Plattform

Das NetWeaver-basierte mySAP ERP ist - technisch gesehen - im Vergleich zu R/3 weitaus weniger monolithisch. Der Aufbau ist deutlich modularer und daher leichter an individuelle Kundenumgebungen anpassbar. Neben den umfangreichen Funktionen (zusätzlich zu Human Resources und dem Business Warehouse sind alle NetWeaver-Komponenten mit Ausnahme des Master Data Management enthalten) spricht für eine Anschaffung, dass SAP garantiert für mySAP ERP bis 2013 Support und Wartung aller Komponenten. Gleiches gilt für das Komplettpaket mySAP Business Suite.

Diese Funktionsvielfalt muss natürlich vom Kunden bezahlt werden und wirkt insbesondere bei der Business Suite potenziell abschreckend, da kleine und mittelständische Unternehmen sie in den seltensten Fällen voll ausnutzen können.

Fazit: Auf den Anwendungsfall kommt es an

Von der derzeitigen Situation lassen sich einige Faustregeln ableiten. Zunächst müssen sich SAP-Bestands- oder Neukunden vor Augen halten, dass das Lizenzmodell mit ihren zahlreichen Optionen nicht trivial ist. Trotzdem sollte keinesfalls ein losgelöster Rahmenparameter wie die Lizenzregelung ausschlaggebend sein, sondern eine stringente, unternehmensinterne SAP-Politik. Bei einer Migration sollten vor allem betriebswirtschaftliche Beweggründe im Vordergrund stehen, damit nicht überflüssige Funktionalitäten angeschafft werden. Im Falle von mySAP kann das bedeuten, dass für viele Unternehmen ein Upgrade auf R/3 Enterprise vorerst sinnvoller ist als eine Migration zur neueren Plattform. Allerdings sind viele R/3-Systeme durch ihre Anwender im Laufe der Jahre so stark modifiziert worden, dass eine Migration beziehungsweise sogar ein Relaunch eventuell eine wirkungs- und sinnvolle Rückführung zu Standardlösungen bedeutet. Letztlich ist die Ausgangssituation des Kunden entscheidend, sowohl was technische Bedürfnisse als auch was bestehende Verträge betrifft.
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