Wann braucht man für SAP User keine Softwarepflege des Herstellers?

Es gibt drei Fälle, wo ein Anwender auf SAP Wartung verzichten kann:
  1. Die SAP Installation läuft seit mindestens einem Jahr stabil. Ein Update auf ein neues Release ist auf absehbare Zeit (3 Jahre) nicht geplant.
  2. Die Installation beinhaltet nicht die Module HR. Neue Funktionen werden individuell in Auftrag gegeben.
  3. SAP fordert, dass der Anwender insbesondere für alle Personen, die die SAP-Software indirekt nutzen über die erforderlichen Nutzungsrechte verfügen muss, wie in der Preis und Konditionenliste näher definiert. Diese Nutzungsrechte sind vergleichbar mit CALs in der Microsoft Welt. Es handelt sich um eine Nutzung, die vollständig von der SAP Installation abgekoppelt ist. Der Anwender einer Drittsoftware, die auf Informationen/Daten aus der SAP Installation zugreift, nutzt im Wesentlichen die Datenbank im Hintergrund und nicht alten oder neue SAP Funktionen; gerade diese gewünschten Funktionen findet er in einer Software eines Drittanbieters. Diesem Anwender sind neue SAP Funktionen egal, es interessieren ihn im Wesentlichen Informationen aus der Datenbank. Damit erreicht den Anwender die Forderung nach neuen Funktionen durch einen Softwarepflegevertrag nicht. Wenn die SAP Installation so fehlerhaft ist, dass sie stehen bleibt, dann hat das Anwenderunternehmen wirklich andere Sorgen, als dass die Nutzer der Drittsoftware eine Behebung des Fehlers fordern. Die regulären SAP Nutzer haben genügend Geld über den Kauf und den Pflegevertrag bezahlt, um ein Anrecht auf Unterstützung durch den Hersteller zu erhalten.

Tipp:

Damit empfiehlt sich der Kauf von gebrauchten SAP Nutzungslizenzen, um den Einsatz von indirekter Nutzung abzudecken. Hier würde ich auf einen Pflegevertrag verzichten.

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