Geschichte der gebrauchten SAP Software

Lesen Sie hier einige Meilensteine in der Geschichte der gebrauchten SAP Software

2015 Juni

TÜV Nord prüft gebrauchte SAP-Software und kauft bei susensoftware

2014 Juli

SAP zieht am 1.Juli 2014 die Berufung zurück.

Am 3. Juli 2014 entscheidet das Hanseatische OLG die Berufung für beendet. Dadurch wird das Urteil des LG Hamburg Az.: 3 U 188/13 gegen SAP Deutschland AG & KG rechtsgültig.

Oberlandesgericht

(Bild: Oberlandesgericht, © susensoftware GmbH)

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2013 November

SAP geht in 2013 in die Berufung.

2013 Oktober

Landgericht Hamburg verbietet Klauseln
aus den AGB der SAP (Revision möglich).

Lesen Sie hierzu auch das Urlteil vom
Landgericht Hamburg Az.:315 O 499/12

2013 Juli

Erstes SAP Lizenzpaket nach Indonesien verkauft.

2013 März

Inzwischen sind die ersten zwei SAP ERP Lizenzpakete in 2013 verkauft. Käufer sind alle aus Deutschland.

2013 Februar

Deutsche Versicherungsgesellschaft sucht Abnehmer für SAP ERP, aktuelle Version SAP Reinsurance Management Foundation, Einheiten im Wert von 400.000 € SAP Reinsurance Management Risk Manager for passive business Einheiten im Wert von 300.000 € REAL Estate Management - Office, Retail and industrial Property Management, Anzahl offen.

2012 Oktober

Das Unternehmen susensoftware GmbH aus Herzogenrath hat Ende Oktober bei dem Landgericht Hamburg Klage gegen die SAP Deutschland GmbH & Co. KG eingereicht.

2012 Juli

EuGH: Gebrauchte Software generell erlaubt
Am 03.07.2012 hat der EuGH in Luxemburg ein wegweisendes Urteil zum Handel mit gebrauchter Software gefällt. Das gilt auch für SAP Software.

2012 Februar

Gerade haben wir ein SAP Lizenzpaket von der insolventen Schlecker Gruppe erhalten.

Inhalt:
260 Prof / Lmt Prof User zzgl. 1200 Filialuser und
Oracle Datenbank im Wert von 1.4 Mio €.

Preis:
22% vom Lizenzwert zzgl. MwSt;
das bedeutet ein Rabatt von 78%.

2011

Das OLG Karlsruhe hat im Juli erklärt, dass der SAP Anwender nicht unangemessen benachteiligt wird, da er ja die Software nicht kaufen müsse. Der SAP Kunde könne ja die Software mieten und damit Schwierigkeiten bei der Verwertung der nicht mehr benötigten Software vermeiden.

Geschäftsnummer 6 U 18/10

2010

Die Europäische Kommission glaubt, dass der Marktanteil von SAP im ERP Markt so gering ist, dass eine Marktbeherrschung nicht vorliegt. Trotzdem gibt es nach eigenen Angaben andere Gründe für einen Kartellverstoß durch Ausnutzen einer Monopolstellung:

Auszug
"Ob ein Unternehmen durch bestimmte einseitige Verhaltensweisen gegen die EU Kartellvorschriften verstößt oder nicht, hängt unter anderem von seiner Marktstellung ab.
Nach Artikel 102 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) liegt ein Verstoß nur dann vor, wenn ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung innehat.
Eine beherrschende Stellung wurde vom Gerichtshof der Europäischen Union als wirtschaftliche Machtstellung eines Unternehmens definiert, die dieses in die Lage versetzt, die Aufrechterhaltung eines wirksamen Wettbewerbs auf dem relevanten Markt zu verhindern, indem sie ihm die Möglichkeit verschaflt, sich seinen Wettbewerbern, seinen Abnehmern und schließlich den Verbrauchern gegenüber in einem nennenswerten Umfäng unabhängig zu verhalten."

Europäische Kommission

(Bild: Europäische Kommission, © susensoftware GmbH)

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2009 Juni

Beschwerde gegen SAP Deutschland AG
Die Frage der urheberrechtlichen Zulässigkeit der Weiterveräußerung von Software war bis dahin von der Rechtsprechung noch nicht abschließend entschieden. Eine höchstrichterliche Entscheidung zu dieser umstrittenen Thematik liegt erst seit 2012 vor (vgl. EUGH Urteil). Aus diesem Grund hat die Beschlussabteilung damals angesichts der urheberrechtlich ungeklärten Rechtslage kein Verfahren eingeleitet.

Das Bundeskartellamt verweist auf den Zivilrechtsweg, um etwaige kartellrechtliche Ansprüche gelten zu machen.

Kartellamt

(Bild: Kartellamt, © susensoftware GmbH)

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2007

Wir konnten mit einem mittelständischen, deutschen Industrieunternehmen den ersten SAP R/3 Lizenzvertrag erfolgreich splitten. Wirtschaftlich war es nicht unbedingt sinnvoll, da der Kunde schon 95% aus dem Vertrag kaufen wollte. Hier ging es den Beteiligten nur darum, die Lizenzübertragung erfolgreich durchzuführen.

2006 Oktober

Die susensoftware GmbH konnte das erste SAP Paket im Wert von über 1. Mio Euro verkaufen. Ohne die Mithilfe eines SAP Systemhauses wäre das nicht gelungen.

2005

Der Markt für stille SAP Software stellt sich in 2005 so dar:
Wir haben in 14 Angeboten an 14 unterschiedliche Unternehmen SAP Software für zusammengerechnet 11.780.000 € zzgl. MwSt angeboten. Dabei handelte es sich um SAP Business Suite Lizenzen, R/3 Lizenzen oder mySAP.com Lizenzen. Zum Jahresende 2005 wurden SAP Werte in Millionenhöhe von SAP Anwendern entsorgt. Für die angebotenen Softwarelizenzen gab es keine Genehmigung von SAP zur Lizenz-Übertragung.

Verkaufen konnten wir in 2005 ein SAP R/3 Lizenzpaket im Wert von 20.000 € und ein SAP R/3 Enterprise System im Wert von 145.000 €.

2005 Juni

Ablehnung der Lizenzübertragung von Babcock
Die Babcock Borsig AG hat in 2003 einen Teil ihrer SAP Lizenzen aus der SAP Wartung genommen; in der SAP Terminologie heißt das "Teilstilllegung von SAP Lizenzen" und bedurfte in der Vergangenheit einer besonderen schriftlichen Genehmigung seitens SAP. Der stillgelegte Wert betrug ca. 200.000 €. Diese Lizenzen und alle restlichen SAP Lizenzen sollten verkauft werden. SAP lehnt die Übertragung von Lizenzen im Gesamtwert von netto 491.375 € ab, weil nach den AGBs der SAP Deutschland nur eine einheitliche Übertragung aller mit Vertrag erworbenen Nutzungsrechte unter Aufgabe der eigenen Nutzung nach Zustimmung der SAP gestattet ist. Genau das sollte ja auch passieren.

Erklärung:

"Hintergrund vorgenannter Regelung ist unter anderem, zu vermeiden, dass Kunden, um in eine höhere Rabattklasse zu gelangen, mehr Nutzungsrechte an SAP Software erwerben als sie benötigen, um anschließend den nicht benötigten Anteil an Dritte weiterzuveräußern und dadurch des Preisgefüge der SAP aushebeln. Unter Berücksichtigung vorgenannter Ausführungen müssen wir lhnen leider mitteilen, dass wir die von lhnen gefordete Zustimmung zur Ubertragung von Nutzungsrechten an SAP Software auf Herrn Axel Susen nicht erteilen werden. Die Verweigerung der Zustimmung ist dabei auch im Sinne der Gleichbehandlung unserer Kunden geboten."
(Wir halten die Begründung für willkürlich, unredlich und wettbewerbsbehindernd.)

Babcock

(Bild: Babcock, © susensoftware GmbH)

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2004

Erste Provisionsvereinbarung mit einem SAP Systemhaus, die eine Zusammenarbeit bei erfolgreichem Verkauf von SAP Lizenzen regelt.

Erste SAP Lizenzübertragung von 20 mySAP.com Lizenzen inkl. einem Datenbankwechsel von DB2 nach Oracle.

Deutscher Energieversorger aus dem DAX30 sucht erstmalig über 2.000 SAP Standard User mySAP ERP im Wert von über 2 Millionen Euro.

Gerücht: SAP kauft Wertkontrakt von Leasinggesellschaft, um "Superkonditionen" nicht im Markt zu lassen.

2003 September

Erste Antwort der SAP zum Thema der Lizenzübertragung:

SAP informiert uns über die übliche Vorgehensweise bei der Übertragung von SAP-Lizenzen.

Hier können Sie den SAP Brief als PDF runterladen

SAP Antwort

(Bild: SAP-Antwortbrief, © susensoftware GmbH)

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2002 Juli

Die erste Tür zum freien Handel von stiller Software von SAP wurde 2002 geöffnet. Das insolvente Unternehmen "Kabel New Media AG" hatte noch 35 SAP R/3 Operational User im Besitz. Der Insolvenzverwalter hatte uns im Juli 2002 beauftragt, einen Käufer für die SAP Software (und auch Microsoft Lizenzen) zu finden.

Das vorliegende SAP Lizenzpaket wurde 1999 für 178.000 DM zzgl Mwst. bei Plaut, einem SAP Systemhaus, gekauft.
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